re:publica – Blogger wollen keine Regeln

Auf der diesjährigen re:publica in Berlin wird das Thema Regeln für Blogger heftig diskutiert. Tim O’Reilly hatte am Sonntag einen Verhaltenskodex für Blogger ins Netz gestellt, seitdem wird in der Bloggerszene heftigs darüber gestritten. Auf der re:publica stieß der Vorschlag O’Reillys auf Ablehnung.

Don Dahlmann Jornalist und Blogger sagte dazu:

Der Versuch, ein Regelwerk zu schaffen, wäre eine schreckliche Sache, weil es die Kreativität der Blogger einschränke

Auch andere Blogger sehen O’Reillys Vorhaltenskodex skeptisch, wie Stefan Niggemeier vom Bildblog.

Die wirkungsvollsten Regeln sind jene, an die man sich ohnehin hält, weil man weiß, das tut man nicht

Auch ich stehe dem Verhaltenskodex für Blogger skeptisch gegenüber. Anstoß für den Verhaltenskodex waren die Morddrohungen gegen eine bekannte Tech-Bloggerin. Ich denke ein Verhaltenskodex für Blogger wird nicht verhindern können, dass es immer wieder ein paar Spinner gibt, die den freiheitlichen Grundgedanken der freien Meinungsäußerung mißbrauchen.

Der Schockwellenreiter verlieh Tim O’Reilly für die Verhaltensregeln für Blogger sogar eine Kloschüssel, eine Auszeichnung für dessen “Griff ins Klo“. Ich schließe mich der Meinung von Jörg an:

Denn auch wenn ich ihm redliche Absichten unterstelle — »gut gemeint« ist bekanntlich das Gegenteil von »gut gemacht«.

via: futurezone.orf.at