Rivva für den Durchblick in der Blogosphäre
Bei der täglichen Bloglektüre bin ich über den Artikel “On the Rivva” von Mike, auf den Blogmonitor Rivva von Frank Westphal aufmerksam geworden. In einem Interview mit Thomas Gigold, welches auf den Blogpiloten nachzulesen ist, sagt Frank:
Rivva möchte so etwas wie Techmeme für die deutschsprachige Blogosphäre werden…
Grundsätzlich finde ich solch ein Projekt gut, zumal wenn man sehen möchte um welches Thema der Blogoshäre herum sich eine Diskussion entwickelt. Es gibt zwar Yigg, dort stellen die Blogger ihre Einträge aber selber rein. Minütlich kommen neue News in die Warteschlange. Da den Überblick zu behalten und das wichtige von dem unwichtigen zu trennen ist nicht leicht. Gut auch bei yigg werden die wichtigste Artikel auf der Startseite angezeigt. Über den Yigg-Button können Artikel bewertet werden. bei Yigg liest sich das so:
Nicht wie bei normalen Nachrichtenseiten üblich, wird die Liste vorhandener Nachrichten von Hand ausgewählt, sondern die Benutzer entscheiden, was wichtig ist. Nachrichten, Artikel und Videos können eingereicht, bewertet und kommentiert werden. Je mehr Bewertungen ein Artikel besitzt, desto höher steigt er in seiner Kategorie auf oder ab. Die beliebtesten Artikel werden auf der Hauptseite angezeigt.
Und da liegt in meinen Augen auch der Knackpunkt von Yigg. Die Bewertung lädt zur Manipulation ein. Kenne ich genug Leute dann sag ich zu denen, “Los Jungs alle mal den Artikel yiggen!”. Und obwohl mein Artikel jämmerlich und schlecht ist, über keinerlei wirklich wichtige Informationen verfügt erscheint er dann vielleicht auf der Startseite. Die Macher von Yigg haben sich diesbezüglich bestimmt auch was einfallen lassen, aber will ich mich darauf verlassen?
Also werde ich mir in den nächsten Tagen mal Rivva anschauen, um beurteilen zu können, ob Mike Recht hat wenn er meint:
Meines Wissens nach organisiert kein anderer Anbieter die Daten der RSS Feeds in der Form und bereitet die Themenlage der deutschsprachigen Weblogs am Morgen so gut auf, ohne dass jemand irgendeine echte redaktionelle Kompetenz zeigen muss. So kann man ganz entspannt entscheiden, ob man zu einem Thema seinen eigenen Senf schreiben oder aber gänzlich auf die Beisteuerung und Befütterung des jeweiligen Themas verzichten möchte.
Poker-Spammer, Trigami und die Blogger
Es geht mal wieder ein lauter Aufschrei durch die Blogosphäre. Der Anbieter der Pokerschule, PokerStrategy.de wurde von blogscout als angeblicher Poker-Spammer entarnt.
Ich weiß gerade gar nicht, wo ich anfangen soll, so wütend bin ich. In der Nacht vom 14. auf den 15. März 2007 wurde über den Mail-Me Button von Blogscout versucht, ca. 800 Besitzer mit einer unerwünschten Werbemail, auch Spam genannt, zu belästigen.
Das Schlimme daran, viele Blogger schreiben für diese Pokerschule bezahlte Rezensionen über Trigami. Nun heisst es natürlich aller Orten das die Blogger sich bewusst sein sollen Geld von Poker-Spammern zu bekommen. Diese sogenannten Poker-Spammer sind sich des Spams noch nicht mal bewusst wie in der Disskusion zu diesem Thema ersichtlich ist. Soweit ich weiß lautet die Definition von Spam:
Spam ist der unverlangte, massenhafte Versand von Nachrichten
Wenn also jemand die Mailfunktion einer Webseite zur automatisierten Zusendung von Mails an 800 Blogs benutzt, ist das meiner Meinung nach ganz klar Spam. Die angeblichen Spammer berufen sich auf die Robbinson-Liste, in der man sich bei Blogscout eintragen kann um keine Werbemails zu erhalten. Doch unabhängig davon ist das unverlangte Zusenden, die 800 Blogs wurden ja wohl nicht gefragt, weiterhin einfach nur Spam. Manche Blogger haben umgehend reagiert und die bezahlten Einträge entfernt, was wohl von Trigamis Seite kein Problem war, andere haben einen Zusatz zum Artikel geschrieben. Was ich nicht ganz verstehe ist, dass die Jungs von PokerStrategy sich erst über trigami bezahlte Einträge schreiben lassen und dann folgt solch einer Aktion. Angeblich wollen sie nur Publicity egal zu welchem Preis, ob gute oder schlechte, egal. Nur wer wird von den Bloggern jetzt noch für die Jungs über Poker schreiben wollen. Wenn das nicht mal ein Schuss in den Ofen war. Unabhängig davon sollte jeder der über Poker im Internet bezahlte Einträge schreibt sich auch des Risikos bewusst sein, wie in einem Kommentar von strappato zu einem Artikel auf blogbar ersichtlich.
deutsche Blogosphäre wird neu vermessen
Mit blogcensus wollen Dirk Olbertz (Blogscout) und Jens Schröder (Deutsche Blogcharts) die deutsche Blogospähre neu vermessen. Jens beschreibt auf Popkulturjunkie was sie sich darunter vorstellen:
In den vergangenen Monaten sind Dirk und ich nämlich immer wieder auf das Thema zu sprechen gekommen. Wie viele deutschsprachige Blogs mag es wohl geben? Wie lang ist der Blog-Long-Tail? Jetzt haben wir uns entschlossen, genau das herauszufinden. Und zwar in Echtzeit. Sprich: Zu jedem Zeitpunkt in der Zukunft wollen wir wissen, wie viele deutschsprachige Blogs es gibt, ob es weniger oder mehr werden, usw. Wir haben dazu die neue Website blogcensus.de gegründet.
Derzeit hat blogcensus 46.730 Blogs gezählt.



