Der Weg zum erfolgreichen Blogger

Ein Weblog ist die einfachste Sache der Welt: Ein paar Mausklicks – und schon kann man drauflos schreiben und die ganze Welt liest mit. Ähm, na ja… ganz so einfach ist es doch nicht. Das kleine Weblog-Handbuch hilft bei den ersten Schritten – und darüber hinaus auf dem Weg zum erfolgreichen Blogger.[krusenstern]

Poker-Spammer, Trigami und die Blogger

Es geht mal wieder ein lauter Aufschrei durch die Blogosphäre. Der Anbieter der Pokerschule, PokerStrategy.de wurde von blogscout als angeblicher Poker-Spammer entarnt.

Ich weiß gerade gar nicht, wo ich anfangen soll, so wütend bin ich. In der Nacht vom 14. auf den 15. März 2007 wurde über den Mail-Me Button von Blogscout versucht, ca. 800 Besitzer mit einer unerwünschten Werbemail, auch Spam genannt, zu belästigen.

Das Schlimme daran, viele Blogger schreiben für diese Pokerschule bezahlte Rezensionen über Trigami. Nun heisst es natürlich aller Orten das die Blogger sich bewusst sein sollen Geld von Poker-Spammern zu bekommen. Diese sogenannten Poker-Spammer sind sich des Spams noch nicht mal bewusst wie in der Disskusion zu diesem Thema ersichtlich ist. Soweit ich weiß lautet die Definition von Spam:

Spam ist der unverlangte, massenhafte Versand von Nachrichten

Wenn also jemand die Mailfunktion einer Webseite zur automatisierten Zusendung von Mails an 800 Blogs benutzt, ist das meiner Meinung nach ganz klar Spam. Die angeblichen Spammer berufen sich auf die Robbinson-Liste, in der man sich bei Blogscout eintragen kann um keine Werbemails zu erhalten. Doch unabhängig davon ist das unverlangte Zusenden, die 800 Blogs wurden ja wohl nicht gefragt, weiterhin einfach nur Spam. Manche Blogger haben umgehend reagiert und die bezahlten Einträge entfernt, was wohl von Trigamis Seite kein Problem war, andere haben einen Zusatz zum Artikel geschrieben. Was ich nicht ganz verstehe ist, dass die Jungs von PokerStrategy sich erst über trigami bezahlte Einträge schreiben lassen und dann folgt solch einer Aktion. Angeblich wollen sie nur Publicity egal zu welchem Preis, ob gute oder schlechte, egal. Nur wer wird von den Bloggern jetzt noch für die Jungs über Poker schreiben wollen. Wenn das nicht mal ein Schuss in den Ofen war. Unabhängig davon sollte jeder der über Poker im Internet bezahlte Einträge schreibt sich auch des Risikos bewusst sein, wie in einem Kommentar von strappato zu einem Artikel auf blogbar ersichtlich.

re:publica – Blogger wollen keine Regeln

Auf der diesjährigen re:publica in Berlin wird das Thema Regeln für Blogger heftig diskutiert. Tim O’Reilly hatte am Sonntag einen Verhaltenskodex für Blogger ins Netz gestellt, seitdem wird in der Bloggerszene heftigs darüber gestritten. Auf der re:publica stieß der Vorschlag O’Reillys auf Ablehnung.

Don Dahlmann Jornalist und Blogger sagte dazu:

Der Versuch, ein Regelwerk zu schaffen, wäre eine schreckliche Sache, weil es die Kreativität der Blogger einschränke

Auch andere Blogger sehen O’Reillys Vorhaltenskodex skeptisch, wie Stefan Niggemeier vom Bildblog.

Die wirkungsvollsten Regeln sind jene, an die man sich ohnehin hält, weil man weiß, das tut man nicht

Auch ich stehe dem Verhaltenskodex für Blogger skeptisch gegenüber. Anstoß für den Verhaltenskodex waren die Morddrohungen gegen eine bekannte Tech-Bloggerin. Ich denke ein Verhaltenskodex für Blogger wird nicht verhindern können, dass es immer wieder ein paar Spinner gibt, die den freiheitlichen Grundgedanken der freien Meinungsäußerung mißbrauchen.

Der Schockwellenreiter verlieh Tim O’Reilly für die Verhaltensregeln für Blogger sogar eine Kloschüssel, eine Auszeichnung für dessen “Griff ins Klo“. Ich schließe mich der Meinung von Jörg an:

Denn auch wenn ich ihm redliche Absichten unterstelle — »gut gemeint« ist bekanntlich das Gegenteil von »gut gemacht«.

via: futurezone.orf.at