Sprachmonster 2.0
Letztens hatte ich einen Artikel auf die Umfrage des Spiegels zu verhassten Begriffen des Netzes geschrieben. Heute nun lese ich im Spiegel die Fortsetzung. Und bis auf die neuen Begriffe des Web 2.0, wie flickern, Blogosphäre, wongen und yiggen stören die Leute sich offenbar an Begriffen wie downloaden, Proggi und posten. Das sind, wie eigentlich die meisten Begriffe des Webs, englische bzw. denglische Begriffe. Interessant wäre doch in diesem Zusammenhang, ob dieselben Leute lieber auf deutsche Wörter zurückgreifen würden? Ich denke nicht. Probieren wir es doch mal aus.
Aus downloaden machen wir herunterladen, naja geht ja noch, oder? Ne eigentlich nicht, weil downloaden hat sich mir jedenfalls zu sehr eingebrannt. Aus Proggi machen wir dann Software, ne geht nicht ist auch englisch. Ok nehmen wir eben Computerprogramm, man da ist wieder Computer drin, so also auch nicht. Nachdem ich in der wikipedia nach Computerprogramm und dann nach Computer geschaut habe, sah ich die Lösung, Computer = Rechner, also Rechnerprogramm (Mist, hätte ich auch selber drauf kommen können). Tolles Wort!
Weiter mit googlen. Mmh das wird schwer, googlen = suchen? Trifft es wohl nicht genau, ach was googlen lassen wir so, dafür gibts kein gescheites deutsches Wort. Oder ist googlen vielleicht sogar deutsch?
Zum schlimmsten Web-Wort wurde in der Umfrage Web 2.0 gewählt. Kann ich mir nur so erklären, das die Leute einfach genervt sind, daß dieses Wort für alles und jeden als Buzz-Wort herhalten muss. Das kann ich ja noch verstehen.
“Das Hijacking-Problem könnte man mit dem header-redirect 301 leicht vermeiden.” Diese Sprache nervt Web-Nutzer.
Was die Web-Nutzer wohl daran nervt, ist das sie den Satz nicht verstehen. Aber wie soll man denn diesen Satz anders sagen? Ich versuch es mal. “Das Übernahme-Problem könnte man mit der 301-Weiterleitung leicht vermeiden”. Man das war doch gar nicht so schwer. Aber verstehen die Leute, ich meine die normalen Webuser, diesen Satz jetzt besser? Ich glaube nicht.
Lassen wir die Kirche also im Dorf und konstatieren. Das der Spiegel hier von Sprachmonstern redet ist ein wenig übertrieben. Es gibt schon einige Begriffe im Netz die bei übermäßiger Beanspruchung schnell den Stutus verhasst erlangen. Andere Begriffe wiederum haben sich im Laufe der Webentwicklung gebildet und sind heute sogar in den normalen Sprachgebrauch übergegangen, ich denke da z.B. an googlen. Und neue Behgriffe werden hinzukommen, genauso wie andere wieder verschwinden. Sie werden uns auf unserer Reise durch die weite Welt des WWW begleiten und wir sollten froh sein nicht auf deutsche Begriffe in diesem Zusammenhang zurückgreifen zu müssen (siehe oben). Aber am Ende ist es doch so, der User macht das Web!
dukudu verkauft
Dukudu wechselt den Besitzer. Die Bieterschlacht auf ebay hat ihr Ende gefunden. Für 43.208 Euro ging die Mikroblogging-Community über den virtuellen Ladentisch. Mit frazr, hatte sich auch ein anderer Twitter-Clone an der Auktion beteiligt. Der neue Besitzer von dukudo heißt nun aber allesklar.com (meinestadt.de). Die Frage ist, ob der Preis von knapp 43.208 Euro für einen Twitter-Clone gerechtfertig ist, denn die große Frage wird sein, wie sich dukudo monetarisieren läßt. Mir ist bis heute nicht klar, wozu diese Twitter-Clone überhaupt dienen, welchen Mehrwert sie dem User bieten. Lassen wir uns mal überraschen wie es weitergeht bei dukudo.
via: deutsche-startups.de
Verhasste Begriffe des Netzes
Eines vorweg, ich als Blogger und internetafiner Mensch habe mit den meisten Begriffen des Web 2.0, ist ja selber solch ein Buzzword, keine Probleme, solange sie nicht in jedem zweiten Satz vorkommen. Doch es gibt auch andere Menschen. Eine britische Studie hat die Abscheu gegen bestimmte Begriffe im Netz untersucht. 2091 britische Erwachsene wurden dazu befragt. Die Top 10 der gehassten Begriffe führt das Wort Folksonomy an. Der Ausdruck wird hier bei uns nicht allzu oft verwendet. Folksonomy ist die gemeinsame Verschlagwortung (tagging) jeglichen Contents, seien es Fotos, Texte usw.. Auf Folksonomy folgt dann Blogosphere, Blog, Netiquette, Blook, Webinar, Vlog, Social Networking, Cookie und Wiki. Im Spiegel gibts dazu jetzt eine Umfrage, verbunden mit der Aufforderung weitere “Wort-Widerwärtigkeiten aus dem Web” einzusenden. Ein paar haben sie schon zusammengetragen, Voipen, Surfen, Web 2.0, Web 3.0, Triple-Play, Quad-Play, Blogosphäre, Wiki, Netiquette und Cookie. Na da fangen wir doch gleich mal an.
Corporate Blogs, Tag, Tagging, Social Bookmarking, yiggen, Problogger, A-Blogger, Blogroll, Mashup, Googlability, Podcast, Ajax, Feed, Startup, Weblog, User Generated Content (UGC), Social Network
reicht noch nicht?
diggen, Second Life, Widget, beta, Adget, rss, flickrn, Copycat, Forenhaftung
noch mehr?
Social Software, CSS 2.0, Permalink, Trackback, Pingback, anpingen, Webservice, API, Vodcast, Tagcloud, XML-RPC, SOAP, REST
sollte erst mal reichen oder? Ach was einige hab ich noch.
Social Community, wongen, XFN, Podcasting, qypen, igoogle, my…space/blog/…
so das reicht. Mein verhasstester Begriff ist Forenhaftung. Denn dieser Begriff trägt dazu bei, dass es Web2.0 Projekte in Deutschland sehr schwer haben und wir Blogger mitunter auch.
Weitere Infos zu Begriffen des Web2.0 gibts im Web2.0 Lexikon, in einem interessanten Beitrag des Schockwellenreiters Jörg Kantel über die Werkzeuge des Web2.0 und in der wikipedia. In der wiki wird auch über das Web 2.0 diskutiert.
Gegen die Zensur!
Yahoo-Chef geht
Yahoo-Vorstandschef Terry Semel geht, Mitgründer Yang muss nochmal ran. Hat das was mit der Flickr-Zensur zu tun?
schreiben und den Rechner platt machen
das geht natürlich nicht. Da meine Kiste im Moment ein wenig rumzickt und ich zur Zeit aus unerklärlichen Gründen keine meinen lokalen Apache-Server nicht zum laufen bekomme, werde ich wohl um eine Neuinstallation des Systems nicht herumkommen. Hatte mir das zwar schon mal vor na ganzen Weile vorgenommen aber man hat ja für sowas nie Zeit. Nun aber ist es soweit. Ich sichere gerade meine Daten, man sind das viele, da sammelt sich im Laufe der Jahre schon was an. Hoffe das ich dabei nichts vergesse. Wenn alles gut geht werde ich in den nächsten Tagen wieder schreiben ansonsten na soweit wird`s hoffentlich nicht kommen.
Gewinnspiel-Abzocke
An einem Sonntag ist nicht nur in der realen Welt nicht allzu viel los, nein auch im Internet geht außer den doch heftig anmutenden Anschuldigungen gegen einen Blogger wegen Ehrverletzung von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder nicht viel ab. Deshalb komme ich heute mal dazu euch zu erzählen wie mir vor ein paar Tagen eine Gewinnspiel-Abzocke übers Telefon angedreht werden sollte. Aber fangen wir der Reihe nach an.
Vor einigen Monaten habe ich mich mal hinreißen lassen, mich an einem Gewinnspiel zu beteiligen, ich wollte schon immer mal einen Audi A3 fahren. Ich bekam noch eine Mail, in der es hieß, die Gewinner werden am 31.12. ausgelost. Das ist ja noch ein wenig hin. Mittlerweile habe ich die ganze Aktion schon fast wieder vergessen gehabt. Und da bekomme ich vor ein paar Tagen nun einen Anruf.
Die Stimme am Telefon fragte mich ob ich mich noch daran erinnern könnte an dem oben erwähnten Gewinnspiel teilgenommen zu haben. Natürlich konnte ich das, weil es ja das einzigste Gewinnspiel war an dem ich je im Internet teilnahm. Also bejahte ich die Frage. darauf hin quasselte die freundliche Stimme los. Aus hunderten Teilnehmern ausgelost, tolles Angebot, an vielen Gewinnspielen teilnehmen, sich um nichts kümmern und richtig viel gewinnen, nur unterbrochen durch ein und den selben Satz “Ist das nicht toll … lach”. Derweil ging mir natürlich schon ein Licht auf. Man ist ja nur einmal so blöd. Aber ich ließ sie erstmal reden, waren ja nicht meine Telefonkosten. Irgendwann, ich glaub sie musste mal Luft holen, von daher stockte ihr Rededrang fragte ich sie welche Kosten denn auf mich zukommen würden. Mmh… ja Kosten würden natürlich entstehen, aber man brauch sich keine Sorgen zu machen, das ganze wäre so ne Art Geld zurück Garantie. Wenn ich also nichts gewinnen würde bekäme ich mein Geld zurück. Der ganze Spass würde mich so um die 34 Euro kosten, pro Monat wohlgemerkt. Da war der Zug für mich dann ganz abgefahren. Damit die gute Frau am anderen Ende des Telefons aber nicht ganz von mir enttäuscht ist, sagte ich ihr, dass ich mich sowieso nie am Telefon entscheide, sie solle mir doch bitte mal zu diesen Gewinnspiel-Aktionen Infomaterial zuschicken. Ok meinte sie, dann müßten wir nur noch die Daten abgleichen. Sie fragte mich nach meinem Namen, und ich nur, ja stimmt. Sie fragte mich auch nach meiner Adresse, die brauch sie ja um mir das Infomaterial zuzuschicken. Ich hatte also auch kein Problem diese Angabe zu bestätigen. Wie sie mich dann aber zu meinen Geburtsdatum fragte und wissen wollte ob die ihr vorliegenden Daten korrekt seien, verneinte ich dies promt und das aus guten Grund.
Natürlich konnte ich mir die Frage, wozu sie mein Geburtsdatum bräuchte, wenn sie mir Infomaterial zuschicken soll, nicht verkneifen. Ihre Antwort war nicht recht überzeugend. Also klärte ich sie über ihre Ambitionen auf. Das Geburtsdatum brauchen die Verkäufer am Telefon, um überhaupt an ihre Provision zu kommen. Denn das Geburtsdatum gilt als Beweis das sie auch mit dem potentiellen Kunden persönlich gesprochen haben, so erklärte es mir mal ein Versierter aus der Szene. Äh Provision für Infomaterial. Und da kam sie dann ins Schwitzen, nein kein Infomaterial, ja bin ich denn blöd oder habe ich mich falsch ausgedrückt? Ich hatte ihr doch gesagt, ich entscheide mich niemals am Telefon und sie solle mir doch bitte mal Infomaterial zuschicken. Das Gespräch war dann auch an einem Punkt angelangt wo es mir reichte. Ich sagte ihr wir lassen die ganze Sache, denn an solch einer Bauernfängerei bin ich nicht interessiert. Sie brauch mir auch kein Infomaterial mehr zuschicken, ich will nichts haben, geschweige denn kaufen. ich hoffe das die nette Stimme am Telefon darüber nicht allzu enttäuscht war und wünschte ihr noch einen schönen Tag.
Ich möchte euch nur raten, solltet ihr mal in solch eine Situation kommen, dann sagt nie euer Geburtsdatum, es könnte sonst schnell teuer werden.
Im Bett mit Jelena Radovanovic
Im Bett mit Jelena Radovanovic liegen, ein Traum für viele Männer. Tobias hatte gestern dieses Vergnügen in der neuen TV-Serie auf Pro7 “Das Model und der Freak“. In der Show geht es darum aus unansehnlichen, nicht gerade vor Selbstbewustsein strotzenden Männern, auch Freaks genannt, selbstbewusste, ansehnliche Männer zu machen. Dabei helfen die Models, Jelena Radovanovic und Jana Ina Zarrella den Kandidaten sich zu verändern. Dazu mimen sie mal die gute Freundin, geben die Aufklärer und die Psychologen. Die FAZ fragt berechtigt: ein Model als Psychologe?, und sieht Pro7 auf schmalem Grad wandeln. Aber was will man erwarten von einer Show die schon solch einen tollen Titel hat. Da gabs doch mal ne Serie die hieß das Model und der Schnüffler (die war doch toll damals). Nun also der Freak.
youporn-x.com
youporn-x.com heisst ein youporn-Clone (youporn-Suche). Nachdem youporn nun mal in den deutschen Serps das zeitliche segnete übernamen findige SEOler die vorderen Plätze in google. Da youporn wohl aufgrund von Rechtsverstößen mit dem deutschen Recht aus den Suchmaschinen flog, wird sich erst noch zeigen müssen wie wasserdicht der youporn-Clone aufgebaut ist. Bei meinem ersten Besuch auf youporn-x ist mir zumindest keine Alterskontrolle aufgefallen.
Zensur bei flickr
Toll das es flickr, die Foto-Commnuity-Plattform nun auch auf deutsch gibt, könnte man meinen. Ist aber nicht so. Denn es ist nun nicht mehr möglich die Filterfunktion abzuschalten.
Hinweis: Wenn Sie eine Yahoo!-ID aus Singapur, Deutschland, Hong Kong oder Korea verwenden, können Sie aufgrund der dortigen Geschäftsbedingungen die sichere Suche nicht abschalten.
Das Thema erregt auch sofort die Gemüter der Blogosphäre wie man sich unschwer vorstellen kann.


